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Anreise

 

Freitag, 24.01.2003

 

München

Amsterdam

Rivertrees Lodge

 

 

 

Milde Steppenluft

Eine der ersten S-Bahnen an diesem Morgen fährt uns Richtung Flughafen München. Es regnet. Bereits um drei Uhr waren wir aufgestanden. Erkältet wie bereits die letzten Tage. Husten und Schnupfen hatten die Vorfreude auf diesen Afrikaurlaub etwas eingeschränkt, vor allem Silvia hatte darunter zu leiden. Doch nun nimmt uns die Flughafenatmosphäre auf. Wir werden ruhiger, nachdem das Gepäck eingecheckt ist. In einem Flughafencafe frühstücken wir. Ein halbleeres Flugzeug von KLM bringt uns nach Amsterdam. Beim Landeanflug ist es noch dunkel, beleuchtete Gewächshäuser stechen als markante Punkte hervor.

Über dem Rollfeld vor dem großen Warteraum mit vielen Palmen geht die Sonne auf. Wie vor jeder Reise trinken wir Bier in einer Bar, in Amsterdam passend Heineken. Dabei rätseln wir, wer wohl Anneliese sein könnte, die mit dem gleichen Flugzeug nach Arusha reist und mit uns an den ersten Safaris teilnehmen soll.

In der Maschine nach Kilimanjaro Airport haben wir leider keinen Fensterplatz ergattert. Als wir auf dem Display erkennen, dass wir über dem Gardasee fliegen, können wir dennoch einen Blick aus einem Fenster ergattern und sehen den Monte Baldo und Limone.

Planmäßig erreicht unser Flieger bei Dunkelheit sein Ziel. Über die Treppe steigen wir aus und atmen milde Steppenluft. In der kleinen hölzernen Abflughalle sind wir die letzten in der Schlange am Visumschalter. Als wir an der Reihe sind erhalten wir den Stempel problemlos. Jetzt lernen wir Anneliese kennen, die direkt vor uns am Schalter ansteht.

Det und sein Fahrer empfangen uns, helfen unser Gepäck in den Landrover zu packen. Es ist dunkel und sternenklar. Über eine mäßig befahrene Teerstrasse gelangen wir zur Rivertrees Lodge. Wir stellen das Gepäck im Bungalow ab und gehen auf die Veranda, um das Willkommensbier zu trinken. Als der Halbmond aufgeht und den Kilimandscharo schemenhaft erscheinen lässt, gehen wir sehr müde in unser bequemes Bett.

 

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