Stephen lädt mit einigen Helfern unser Gepäck, Campingausrüstung und Proviant auf das Dach des Landrovers. Vorher hatten wir das Zimmer geräumt, die Getränke bezahlt und uns um sieben Uhr am Frühstückstisch getroffen.
Wir fahren, zusammen mit unserem Koch, los. Nach ein paar Besorgungen in Arusha rollt unser Fahrzeug über eine hügelige Asphaltstrasse. Die Häuser werden weniger und bald befinden wir uns in der Massaisteppe. Rotgekleidete Hirten behüten ihre Herden in einiger Entfernung von ihren runden Lehmhütten, Bomas genannt. Auf der endlosen Ebene befinden sich Tausende von europäischen Störchen, einige Nutzen die Thermik um in die Lüfte zu steigen. Bei einem Tankstopp umringen uns Massaifrauen, die Schmuck verkaufen wollen. Als wir die kleine Schotterpiste abbiegen, die zum Gate des Tarangire Nationalparks führt, stehen viele Massais am Straßenrand, die darauf warten, für Dollars fotografiert zu werden.

Zahlreiche TseTse Fliegen sind die ersten Tiere die uns im Park begrüßen. Wie wild schlagen alle im Auto nach diesen bremsenartigen Tieren. Bevor wir unser Special Campsite erreichen beobachten wir ein paar Elefanten. Die Zelte bauen wir direkt unter einem alten Baobab Baum auf. Wir sind hier mitten im Busch, Tiere scheint es aber außer den Tse Tse Fliegen keine zu geben.
Als die größte Mittagshitze vorbei ist, begeben wir uns auf die Pirsch. Die hügelige Parklandschaft mit Gras, Akazien und Baobabbäumen ist recht grün. Nur wenige Meter vom Auto entfernt frisst ein Elefant Gras.
Wir verscheuchen viele Hühner, die ein Sandbad in den Fahrspuren nehmen, als wir in der Dämmerung zurück zum Camp fahren. Dort wartet schon unser Koch mit dem Abendessen. Nach dem drei Gänge Menü haben wir im Schein der Petroleumlampe viel Spaß mit einem Käfer, der auf den Rücken gefallen ist und sich alle Mühe gibt wieder auf die Beine zu kommen. Auch sonst sind allerlei Insekten wie Gottesanbeterinnen an der Lampe zu beobachten, aber keine größeren Tiere. Früh gehen wir ins Zelt, wo wir ruhig und gut schlafen.
